Zwischen Stadtflair und ruhiger Idylle - Tipps für ein Wochenende in Bremen
Moin und willkommen zurück!
Heute nehme ich dich mit zu einem Wochenende in der Hansestadt Bremen.
Vielleicht wissen es viele von euch gar nicht, aber ich habe selbst viele Jahre in Bremen gelebt. Deshalb möchte ich dir heute nicht die bekannten Sehenswürdigkeiten wie den Roland oder den Dom zeigen. Auch wenn diese Sehenswürdigkeiten wirklich schön sind und Bremen zurecht für diese weithin bekannt ist, möchte ich dir eine vielleicht etwas unbekanntere Seite von Bremen zeigen. Ganz am Ende wartet außerdem mein persönlicher Favorit, vielleicht sogar noch ein echter Geheimtipp.
Bleib also dran beim lesen und begleite mich zu meinen fünf Lieblingsspots in Bremen!
Schnoorviertel
Bei meinem ersten Tipp handelt sich dann doch direkt um eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Bremens: das Schnoorviertel.
Trotzdem gehört es bis heute zu meinen Lieblingsorten in Bremen. Ich liebe es durch die engen Gassen zu schlendern und die einzigartigen winzigen Fachwerkhäuser zu bewundern. Hier fühlt es sich jedes Mal wie eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit an.
Besonders faszinierend finde ich die verwinkelten Gassen. Selbst wenn du glaubst, in einer Sackgasse gelandet zu sein, führt oft noch ein schmaler Durchgang weiter. Es hat etwas von einem kleinen Labyrinth. Selbst heute entdecke ich noch versteckte Innenhöfe und ruhige Ecken, die viele Besucher übersehen und an ihnen vorbeigehen. Sie sind kleine Ruheoasen mitten in dem Trubel der Touristen. Gerade diese versteckten Ecken machen das Schnoor für mich zu einem Ort, an den ich immer wieder gerne zurückkehre und der hier auf die Liste gehört.
Neustadt
Vielleicht hast du schon einmal von dem Szeneviertel in Bremen „Das Viertel“ gehört. Dort findest du viele Kneipen und Bars für einen coolen Abend. Wenn du es etwas gemütlicher und ruhiger haben willst, dann kann ich dir den Stadtteil auf der anderen Seite der Weser sehr ans Herzen legen: die Neustadt.
Die Neustadt ist eher familiär und hat nicht so viele Kneipen, dafür aber einige Cafés. Der Vibe hier ist einfach entspannt. Ich selbst habe jahrelang hier gewohnt und mich immer pudelwohl gefühlt.
Besonders kann ich dir die Gegend rund um die Delmestraße empfehlen. Dort stehen sehr viele dieser typischen alten Bremer Häuser mit ihrem farbenfrohen und ganz unterschiedlichen Anstrichen und ihrer markanten Architektur.
Dazu befinden sich mit dem Yellow Bird, dem Stora und dem Pour Pour gleich drei coole Cafés in unmittelbarer Nähe zueinander. Auch die Buchhandlung Balke ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Dort gibt es eine große Auswahl hochklassiger Bücher, auch abseits des Mainstreams und der Laden lädt zum stöbern ein.
Ganz in der Nähe der Delmestraße liegt auch der Neustadt Park, der im Sommer zum entspannen einlädt.
Es lohnt sich also einfach durch die Gassen zu schlendern, einen Kaffee zu trinken und die Atmosphäre aufzusaugen und zu genießen.
Werdersee
Wenn du schon in der Neustadt bist, dann solltest du für eine kurze Pause unbedingt einen Abstecher zum Werdersee machen. Hier habe ich mich wirklich immer viel und gerne aufgehalten in meiner Freizeit.
Überall rund um den See gibt es Grünflächen zum liegen und die Sonne genießen. Am Ende des Sees befindet sich auch ein kleiner Strandabschnitt. Ich habe allerdings meist lieber auf den Wiesen gelegen, gelesen und mich zwischendurch im See abgekühlt.
Für mich ist es ein Ort der Auszeit und Entspannung mitten in der Stadt.
Beliebt ist der See auch für SUPs. Diese kannst du dir auch auf Höhe des Strandes ausleihen. Im Sommer wimmelt es auf dem See auf jeden Fall immer von den SUPs. Auch zum rudern wird der See sehr gerne genutzt.
Wenn du nicht auf dem Wasser sportlich aktiv sein willst, dann kannst du auch einmal um den See gehen oder laufen. Eine Umrundung sind ca. 10km. Eine wirklich tolle Laufstrecke!
Bürgerpark
Der Bürgerpark beginnt quasi direkt auf der Rückseite vom Hauptbahnhof und ist eine der größten innerstädtischen Parkanlagen in Deutschland. Auf unzähligen Wegen kannst du hier spazieren und eine Auszeit von der Stadt genießen. Der Park ist definitiv die grüne Lunge mitten in der Stadt. Durch seine Größe und die zentrale Lage erinnert er mich jedes Mal ein wenig an den Central Park in New York.
Wenn du nicht spazieren gehen willst, dann kannst du dir auch ein Ruderboot leihen und über die Kanäle rudern. Der Verleih ist in der Nähe des Cafés „Emma am See“.
In dem Café kannst du dich bei schlechtem Wetter auch mit Kaffee und Kuchen versorgen und einfach auf den See schauen.
Der Park hat also bei jedem Wetter und jeder Jahreszeit etwas zu bieten!
Fahrradtour im Blockland
Zum Schluss möchte ich dir meinen ganz persönlichen Favoriten vorstellen. Nimm dir ein Fahrrad und mach eine Fahrradtour durch das wunderschöne Blockland. Die Strecke kannst du ganz einfach am Hauptbahnhof starten und beenden.
Vom Hauptbahnhof aus fährst du entlang des Bürgerparks an der Universität vorbei und raus aus Bremen.
Kaum lässt du die Autobahn hinter dir, wird es dörflich. Jedes Mal überrascht es mich aufs Neue, wie schnell der Trubel der Stadt verschwindet. Die Stadt ist quasi noch in Sichtweite und trotzdem fühlt es sich nach einer ganz anderen Welt an. Teilweise hört man kein einziges Auto oder Geräusch der Stadt, nur noch Wind, Vögel und die Geräusche der Natur.
Entlang der Wümme schlängelt sich der Fahrradweg, immer am Deich entlang. Immer wieder fährst du an kleinen Fachwerkhäusern mit ihrem Reetdächern vorbei. Alles ist sehr idyllisch.
Natürlich gehört zu einer Fahrradtour auch eine kleine Pause. Auf beiden Seiten der Wümme findest du Gasthöfe für eine Pause. Falls du dich aber nicht in ein Lokal setzen willst, kannst du auch auf einer der zahlreichen Bänke auf dem Deich Platz nehmen und den Blick über den Fluss genießen. Mein persönlicher Tipp: Gönn dir ein Eis im Hofcafé des Biohofs Kaemena. An sonnigen Tagen kann es hier zwar etwas voller werden, die Wartezeit lohnt sich aber definitiv.
Zum Schluss geht es wieder auf demselben Weg zurück in die Stadt. Nach rund 40 Kilometern erreichst du schließlich wieder Bremen, mit dem Gefühl, einen kleinen Kurzurlaub gemacht zu haben. Genau deshalb ist das Blockland mein persönlicher Lieblingsort in Bremen!
Ich hoffe diese Tipps waren wertvoll für dich und konnten dir noch eine ganz andere Perspektive auf Bremen geben - ein Bild von Bremen aus dem Blick der „Einheimischen“. Vielleicht willst du den einen oder anderen Tipp bei deinem nächsten Besuch auch mal ausprobieren. Besonders gefällt mir an Bremen wie viele Möglichkeiten es in der Stadt gibt Orte der Ruhe und Entspannung zu finden. Egal wo du dich gerade in Bremen befindest, irgendwo bist du immer schnell im Grünen. Das kenne ich in dieser Form sonst nur aus wirklich wenigen Großstädten.
Als eine Stadt mit ähnlichen Ruheoasen fällt mir nur Kopenhagen sofort ein. Über diese habe ich auch bereits einen Blog geschrieben. Schau also gerne mal bei den Ruheoasen Kopenhagens vorbei, wenn dir diese Art einer Stadtbesichtigung zusagt.
So oder so ist Bremen auf jeden Fall immer einen Besuch wert! Auch ich komme immer wieder gerne in diese Stadt zurück, die ich so lange mein Zuhause nennen durfte.
Hast du noch weitere Tipps für Bremen? Dann schreib mir hier gerne eine Nachricht oder bei Instagram.
Bis zum nächsten Mal!
Simon