Ein Wochenende in Goslar
Moin!
Willkommen zu einem neuen Blog! Schon seit ich ein Kind bin, bin ich viel im Harz unterwegs. Dies hat sich auch jetzt nicht geändert und ich nutze jede Möglichkeit für einen Abstecher in den Harz. Im Harz fühle ich mich einfach immer wohl!
Gerne besuche ich auch immer wieder gleiche Orte und versuche an diesen neue Sachen zu entdecken oder schaue, wie sich Orte mit der Zeit verändern.
Vor kurzem ist mir aufgefallen, dass ich in den letzten Jahren einen Ort kaum besucht hatte: Goslar. Mein letzter Besuch in der Stadt ist wahrscheinlich mindestens acht Jahre her. Es wurde also definitiv mal wieder Zeit für einen Besuch! Begleite mich auf ein Wochenende in Goslar.
Tag 1: Stabkirche in Hahnenklee und Altstadt Goslar
In unmittelbarer Nähe zum Ort Goslar liegt der Ort Hahnenklee. Dieser ist bekannt für seine sehr alte Stabkirche. Diese hatte ich tatsächlich zuvor noch nie besucht. Deswegen wollte ich die Kirche jetzt unbedingt mit meinen eigenen Augen sehen und habe hier nach der Ankunft im Harz meinen ersten Stopp eingelegt.
Die Kirche steht etwas oberhalb des Ortes und ist durch ihre Optik und ihren Bau ein echtes Highlight! Sie ist komplett aus Holz gebaut und erinnert sofort an die bekannten alten Kirchen in Norwegen. Besonders beeindruckt hat mich, wie gut die Kirche noch erhalten ist. Ich habe mich wirklich gefragt, warum ich mir diese Kirche nicht schon vorher einmal angeschaut hatte. Einfach nur traumhaft!
An der Stabkirche kommt man übrigens auch vorbei, wenn du eine Wanderung auf dem bekannten Liebesbankweg machst. Dieser startet bei Hahnenklee. Die Wanderung könntest du also auch noch machen, falls du noch Lust hast. Der Ort Hahnenklee hat mich, abgesehen von der Stabkirche, persönlich allerdings weniger angesprochen.
Ich bin den Liebesbankweg nicht mehr gewandert, sondern habe den Nachmittag über die Altstadt von Goslar erkundet.
Bei herrlichem Sonnenschein bin ich durch die malerischen Gassen der Stadt geschlendert. Der Marktplatz und Sehenswürdigkeiten wie die Kaiserpfalz sind hierbei wirklich sehenswerte Ziele, aber die Gassen sind für mich ganz eindeutig das Highlight in Goslar! Überall findest du wunderschön erhaltene Fachwerkhäuser, ich konnte mich gar nicht satt sehen an dem Fachwerk. Es lohnt sich also einfach durch die Gassen zu schlendern und zu schauen an welchem Juwel du am Ende rauskommst.
Am meisten begeistert haben mich aber die Gassen rund um das Bächlein Abzucht und die Worthmühle!
Sehr schön fand ich zudem, dass die Innenstadt von Goslar trotz der Größe der Stadt sehr lebendig ist und viele Geschäfte und Gastronomie anbietet. Perfekt zum bummeln in gemütlicher Atmosphäre.
Ausklingen lassen habe ich den Tag bei leckerem Gulasch im Brauhaus Goslar in unmittelbarer Nähe zum Marktplatz.
Tag 2: Wanderung rund um Steinberg und Granetalsperre
Am zweiten Tag schlug das Wetter komplett um und es war eher diesig und sehr neblig. Ich war hin- und hergerissen, ob ich bei dem Wetter wandern gehen soll oder doch das Museum Rammelsberg besuche. Aber wenn man schon einmal im Harz ist, dann darf eine Wanderung eigentlich auch nicht fehlen. Ich habe mich also für diese Variante entschieden.
Nach einem sehr zu empfehlenden türkischen Frühstück im Waffeleisen, ging es los mit meiner Wanderung zur Granetalsperre und rund um den Steinberg.
Der Startpunkt der Wanderung ist von der Innenstadt Goslars fußläufig sehr gut erreichbar, ohne das man das Auto bewegen oder einen Bus nehmen muss.
Die Wanderung beginnt mit einem recht steilen Anstieg, ist sonst aber relativ entspannt zu gehen. Durch den Nebel hatte ich wenig Aussicht, aber dadurch war die Stimmung auch sehr schön moody und mystisch. Also absolut passend zum Harz und seine Geschichten. Ansonsten hätte man bei gutem Wetter aber sicherlich einen tollen Ausblick über Goslar gehabt.
Entlang der Granetalsperre ging es dann leider viel auf asphaltierten Wegen weiter. Das fand ich ein bisschen schade und langweilig vom Weg her. Zum Ende hin habe ich die asphaltierten Wege aber zum Glück wieder verlassen und war sofort wieder auf schönen Waldpfaden unterwegs.
Zum Abschluss der Wanderung bietet sich die Steinbergalm als Belohnung für die Anstrengungen gut an. Diese liegt wirklich sehr idyllisch nah an Goslar gelegen und du hast einen traumhaften Blick auf die Landschaft. Allerdings ist es auch nicht so ganz billig von den Preisen her.
Kleiner Tipp für die letzten Meter zurück zum Startpunkt: Geh von der Steinbergalm unbedingt über die Hügel zurück nach Goslar und nimm nicht den direkten Schotterweg. Über die Hügel hast du noch einmal eine sehr schöne Aussicht auf Goslar und die umliegenden Wiesen und Berge.
Nach der Wanderung habe ich den Abend noch in Goslar ausklingen lassen und bin noch einmal durch die Gassen spaziert.
Falls du weniger Zeit hast, kann man aber auch gut nach der Wanderung nach Hause fahren.
Für mich ging es dann am nächsten Morgen wieder zurück.
Ich weiß wirklich nicht, warum ich so viele Jahre nicht mehr in Goslar war. Die Stadt ist wirklich schön und hat mich total begeistert. Vor allem die schiere Menge an tollem und gut erhaltenem Fachwerk ist wirklich malerisch!
Dazu kannst du in unmittelbarer Nähe zu Goslar schöne Wanderungen machen. Du musst den Ort also nicht einmal zwangsläufig verlassen, um ein abwechslungsreiches Wochenende zu genießen. Dadurch hat Goslar wie ich finde wirklich viel zu bieten und sollte unbedingt auch auf deiner Liste stehen für den nächsten Harzbesuch!
Ich komme auf jeden Fall wieder! Und das nächste Mal nicht erst in acht Jahren…
Hast du noch Tipps für Goslar? Dann schreib sie mir gerne hier oder bei Instagram!
Bis zum nächsten Mal!
Simon