Raue Küste und authentisches bretonisches Flair - unterwegs in der Bretagne zwischen Cap Sizun und der Bucht von Concarneau

Salut!

Willkommen zu einem neuen Blog! Meinen Sommerurlaub 2025 habe ich in der Bretagne in Frankreich verbracht. Und was soll ich sagen: die Bretagne hat mich unglaublich begeistert!

Während meiner Zeit war ich hauptsächlich am Cap Sizun, in der Bucht von Audierne bis nach Concarneau und auf der Crozon-Halbinsel. Die Region befindet sich ganz im Westen der Bretagne im Département Finistère und gehört zum äußersten Teil des französischen Festlandes. Es handelt sich dabei eigentlich nur um ein kleines Gebiet der Bretagne und trotzdem habe in dort ich so viel erlebt und gesehen, dass ich vermutlich ewig berichten könnte. Deshalb habe ich meinen Reisebericht auf zwei Teile aufgeteilt: Im ersten Teil nehme ich dich mit zu meinen Highlights an das wilde Cap Sizun und die Bucht von Audierne bis nach La Torche. Im zweiten Teil geht es dann weiter mit einem Roadtrip über die Crozon-Halbinsel.

Pointe du Raz und Pointe du Millier

Die Küste in diesem Teil der Bretagne ist insgesamt sehr spektakulär und abwechslungsreich. Vor allem bei schlechtem Wetter zeigt sich die Küste dann auch von ihrer rauen Seite, welche aber nicht weniger spektakulär ist. Ich finde es immer wieder beeindruckend wie wild der Atlantik werden kann und wie die Wellen dann mit unglaublicher Kraft gegen die Küste schlagen.

Von all den traumhaften Abschnitten entlang der Küste sind mir zwei Orte ganz besonders hängen geblieben: Pointe du Raz und Pointe du Millier.

Pointe du Raz

Pointe du Raz ist ein Kap an der Küste mit einem Leuchtturm. Zu diesem gelangst du nur zu Fuß, aber diese Wanderung ist wirklich spektakulär! Auf kleinen Wegen geht es immer entlang der Klippen bis du am Ende mit dem Blick auf den Leuchtturm belohnt wirst. Von der Spitze des Pointe du Raz hast du zudem einen hervorragenden Blick auf die nicht weit entfernte Ile de Sein.

Neben dem Pointe du Raz findest du die Baie de Trépassés. Dabei handelt es sich um eine Bucht mit einem herrlichen Strand und auch hervorragenden Surfbedingungen für jedes Level. Ich war während meiner Zeit gleich mehrfach dort surfen. Direkt am Strand gibt es Surfkurse und einen Boardverleih, was den Spot besonders angenehm macht – ideal für Anfänger wie Fortgeschrittene.

Alleine das Rauspaddeln mit Blick auf die Klippen und den Leuchtturm ist schon ein spektakulärer Moment.

Pointe du Millier

Die Wanderung zum Pointe du Millier ist vom Startpunkt (ausgeschilderter Parkplatz) aus deutlich kürzer und wirkt vielleicht auch weniger eindrucksvoll als zum Pointe du Raz. Dafür ist das Ziel umso lohnenswerter! Am Rande der Klippen steht ein einziges Haus, welches klein und beinahe verloren in der wilden Natur wirkt. Besonders an raueren Tagen könnte man denken, man steht vor einem Haus am Ende der Welt. Unglaublich beeindruckend!

Beide Wanderungen sind übrigens auch Teil des Fernwanderweges GR 34 (Zöllnerpfad), welcher entlang der bretonische Küste führt.

Kleine Städte, viel zu erleben

Die großen Orte wie Quimper, Saint-Malo oder Concarneau sind natürlich beeindruckend und wunderschön. Nicht umsonst sind sie beliebte Touristenziele. Mir persönlich waren sie allerdings oft zu voll. Ich fand die kleineren Orte und Dörfer der Bretagne dagegen viel spannender. Diese waren oftmals viel gemütlicher und ich hatte auch das Gefühl viel mehr über die Kultur und Lebensweise der Bretonen zu erfahren. Alles wirkte auf mich etwas authentischer. Ein weiterer Vorteil dieser kleinen Orte ist, dass diese deutlich weniger stark besucht sind und in der Nebensaison siehst du sogar kaum Touristen.

Besonders gut haben mir die Orte Pont-Croix, Audierne und Sainte-Marine gefallen.

Wenn du ein kulinarisches Erlebnis haben willst, dann lohnt sich bei einem Aufenthalt in der kleinen und charmanten Hafenstadt Audierne ein Besuch im Restaurant Orizhon. Das Essen, die Kombinationen der Gerichte und die Anrichtung sind wirklich unglaublich gut!

Sainte-Marine ist ein kleiner Hafenort wo der Fluss Odet in den Atlantik mündet und hat mir persönlich deutlich besser gefallen, als Benodet auf der anderen Flussseite. Du solltest unbedingt direkt am Hafen bei La Misaine einkehren. Dort gibt es hervorragende Galettes, guten Cidre und das alles in uriger bretonischer Atmosphäre.

Als kleinen genereller Tipp: Achte in kleinen Orten auf Schilder mit der Aufschrift „petite cité de charactere“. Diese sind oftmals sehr schön mit einem historischen Kern. Ein solcher Ort ist auch Pont-Croix – und ein weiterer begegnete mir auf der Rückfahrt: Dol-de-Bretagne.

Locronan

Wenn ich schon kleine Städte so betone, dann verdient ein Ort auf jeden Fall eine eigene Erwähnung: Locronan

Locronan ist ein sehr alter Ort und verströmt auch den Charme eines mittelalterlichen Städtchens. Die Gebäude sind außergewöhnlich gut erhalten und man könnte wirklich denken, man wäre in der Zeit zurück gereist. Als ich durch die Straßen des Ortes geschlendert bin, habe ich mich mehrmals gefragt, was diese Mauern wohl alles für Geschichten erzählen könnten. Lass dich also einfach durch den Ort treiben und reise gedanklich in der Zeit zurück.

Der Ort ist deswegen zurecht ein sehr beliebtes Ziel bei Touristen, wird aber auch entsprechend voll. Dennoch solltest du den Ort unbedingt besuchen!

Bucht von Audierne

Wenn ich Audierne empfehle, solltest du unbedingt auch die Küste bis zum Strand La Torche entdecken. Am besten machst du das ganze als Roadtrip und folgst der Küstenstraße. Spektakuläre Ausblicke über das Meer und kleine charmante Dörfer wechseln sich ab. Besonders gefallen hat mir der Blick über den Plage Gwendrez. Ein weiteres Highlight waren für mich die Ruinen von Languidoc.

Als Ziel deines kleinen Roadtrips entlang der Bucht von Audierne kommst du zum Schluss am bekannten Strand La Torche an. Dieser ist mit seiner Weitläufigkeit unglaublich malerisch und das Wasser ist von der Farbe bei schönem Wetter ein absoluter Traum! Surfer finden dort wirklich perfekte Bedingungen! Ein gelungener Abschluss für einen schönen kleinen Roadtrip!

Das war es erst einmal für den ersten Teil meines Reiseberichts über die Bretagne! Die Gegend vom Cap Sizun bis zur Bucht von Concarneau ist landschaftlich unglaublich schön und bietet wirklich enorm viel! Besonders das Raue und Natürliche der Küste hat mich fasziniert. Dazu wirkt die Gegend mit seinen kleinen Orten auf mich sehr authentisch und gemütlich. Du solltest also unbedingt einmal vorbeischauen, wenn du das nächste Mal in der Bretagne bist!

Wenn dir der Blog gefallen hat, sei auch beim nächsten Mal dabei – dann geht es auf die Crozon-Halbinsel weiter.

Au revoir,

Simon

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